Die Karlskirche in Wien

Habt ihr die Karlskirche in Wien schon einmal von Innen betrachtet? Mir wurde vergangene Woche bewusst, als ich so daran vorbei schlenderte, dass ich eben noch nie den Weg hinein geschafft habe. So habe ich spontan entschlossen die 8 Euro Eintritt zu bezahlen und mir die Kirche anzusehen. Keine Angst ich langweile euch jetzt nicht mit historischen Fakten und Daten, die könnt ihr euch ja immer noch auf Wikipedia durchlesen, ich möchte euch einfach nur kurz meine Eindrücke schildern.

Die Stiegen zur Schatzkammer

Gleich hinter dem Eintrittsbereich fand ich den Wegweiser zur Schatzkammer der Karlskirche. Einige Stufen hinauf, mit meinem noch nicht ganz verheilten Fuß ein wenig schwer, aber dennoch – die Schätze muss man sich doch ansehen! Doch ganz ehrlich – für eine Kirche war der Bestand der Heiligtümer ein wenig mager. Ein paar Artefakte wurden hinter Glas ausgestellt, ein paar Gemälde und zwei Bischofsgewänder. Da hätte ich mir den Marsch hinauf sparen können. Aber einmal gesehen, für „so la la“ empfunden und abgehakt.

Weiter gings in die Kirche. Mein erster Blickfang war leider das große hässliche Eisengerüst, das mitten in dem Gotteshaus stand. Die imposante Kuppel wird erneuert… Naja eigentlich das Fresko darauf. Ich erkannte den Vorteil des Gerüstes erst ein wenig später: ein Lift war darin versteckt der die Besucher bis unter die Decke brachte! Keine extra Kosten, einfach mit dem Ticket hingehen und sich hinauf bringen lassen. Oben angekommen kann das Deckengemälde wunderbar betrachtet werden. Man ist den Figuren so nahe, dass sogar die kleinen Risse zu sehen sind. Ich war wirklich begeistert! Und auch der Blick auf den Altar ist hinreißend. Solch einen Überblick bekommt man normalerweise nicht. Dann wurde mir auch der Preis von 8 Euro Eintritt verständlich – der Lift muss ja gewartet werden.

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Wieder unten angekommen, habe ich mein obligatorisches Kerzerl angezündet und mich anschließend in eine Reihe vor den Altar gesetzt. Und ja – ich habe gebetet. Währenddessen wurde mir schmerzlich bewusst, dass ich nicht mehr wusste wann ich dies das letzte Mal getan hatte. Da es wirklich ruhig um mich war und keine Menschenmassen zugegen waren, konnte ich die Augen schließen und mich vollkommen auf mein Gebet konzentrieren. Natürlich sage ich euch jetzt nicht worum ich gebetet habe, doch eines möchte ich hier mit euch teilen. Es hat mir wirklich sehr gut getan… Ich war wirklich verblüfft. Irgendwie habe ich einen inneren Dialog geführt – mit wem, darüber lässt sich natürlich streiten. Doch Kern der Handlung: mir ging es danach einfach wirklich besser… Mein Kopf, meine Gedanken waren irgendwie geordneter und ich hatte mir vieles von der Seele geredet, oder eben gedacht. Wer weiß wie lang dieses Gefühl nun anhält. Vielleicht muss ich jetzt jede Woche hin 😉

Anschließend marschierte ich noch durch die Karlskirche und betrachtete die Gemälde in den Nischen. Diese finde ich immer besonders faszinierend. So groß und doch irgendwie so klein, wenn man sie mit der Decke vergleicht. Und trotzdem schaffen es diese Bilder die Gedanken zu beruhigen und auf eine Sache zu konzentrieren. Eine gewisse Mystik kann man ihnen nicht absprechen, oder ich eben nicht.

Danach ging ich wieder nach draußen und erkannte, dass ich fast zwei Stunden darin verbracht habe. Hätte ich nicht gedacht, die Zeit ist in der Kirche irgendwie verflogen.

Zum Abschluss meines Textes kann ich euch diese Kirche ans Herz legen. Nicht nur der Bau ist sehenswert, sondern auch die Parkanlage drum herum ist wunderschön. Und auch wenn der Platz vielleicht nachts einen schlechten Ruf erhalten hat, wenn die Sonne scheint ist er sehenswert, ungefährlich und angenehm zum Verweilen und Pausieren.

Vielleicht sieht man sich mal dort 🙂

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Autor: lreisen

Freierufliche Journalistin, Redaktionsleiterin, Texterin, Autorin. Mein Erfahrungsschatz entwickelte sich im Rahmen meiner Tätigkeiten bei diversen Magazinen und Zeitschriften.

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