Freizeit im eigenen Garten

Sobald die ersten Sonnenstrahlen Schnee und Eis geschmolzen haben, strömen unzählige Haus-, oder Wohnungsbesitzer in Baumärkte, Gärtnereien und Floristiken um die ersten grünen Stängel  zu besorgen, welche den Garten oder den Balkon zieren sollen. Doch wann ist die Zeit wirklich reif um seine eigene Oase für den Frühling vorzubereiten? Ich habe mich an eine der traditionsreichsten Gärtnereien der Region gewandt (sie wurde zur Zeit Kaiserin Zitas vom Urgroßvater der heutigen Geschäftsführerin, welcher damals Gärtner bei Hof war, gegründet) und mit den Inhabern Angelika und Thomas Wimmer über genau dieses Thema gesprochen.

Alles zu seiner Zeit

Besonders wichtig ist es abzuwarten! „Natürlich ist es verständlich, dass gerade nach einem so strengen Winter, Menschen bei den ersten schönen Tagen den Garten bepflanzen wollen. Doch oftmals sollte sich vorher gut informiert werden wie denn die Wetterlage weiterhin aussehen wird. Schade wäre es um die Pflanzen und die mühsame Arbeit, wenn dann doch noch ein paar Mal Nachtfrost angesagt ist und sie wieder absterben“, so die Expertin Angelika Wimmer. Ein Laie erkennt den richtigen Zeitpunkt daran, wenn die Erde wieder härter wird. Das bedeutet der Schnee ist geschmolzen, der Schlamm getrocknet und der Boden kann wieder begangen werden ohne dass Matsch auf den Schuhen kleben bleibt.

Sobald auch die Nächte frostfrei sind, kann damit begonnen werden Laub und abgestorbene Pflanzenreste wegzuräumen. „Es ist von Vorteil dies nicht vor dem Winter zu erledigen, da es einen natürlichen Schutz vor der Kälte für die darunter liegenden Pflanzen bildet“, so die Experten. Gleichzeitig können zu dieser Zeit auch die Stauden zurückgeschnitten werden, da dies geschehen muss bevor sie wieder im Saft stehen. Wird dies zu spät angesetzt, sterben die Pflanzen oftmals ab.

Danach kann mit dem Vertikutieren des Rasens begonnen werden. „Es ist nicht nötig hierfür einen Gärtner zu holen. Kleinere Geräte, die für den alltäglichen Gebrauch geeignet sind, gibt es mittlerweile in jedem Baumarkt zu kaufen“, so Thomas Wimmer. Danach wird gedüngt. Gleichzeitig kann nun frische saftige Erde nachgefüllt und der Boden aufgelockert werden. Stauden benötigen  keine besondere, doch Blumen spezielle Qualitätserde. Jene ist besonders angereichert mit Kulturen, die das Strahlen und das Grün der Pflanzen hervorheben. „Die Zeit hat sich auch in der Gärtnerbranche in Richtung Bio geändert. Besonders beliebt sind derzeit sogenannte Hornspäne, ich bin auch sehr überzeugt davon, welche einfach unter die Erde gemischt und überall hinzugegeben werden kann“, so die Floristin.

Danach ist die Zeit reif um den Garten so zu gestalten wie er einem gefällt. Ob mehr Blumen oder zusätzliche Stauden – alles darf im Frühling angepflanzt werden um das Anwurzeln bis zu den kälteren Monaten zu gewährleisten. Doch Achtung: Besonders wichtig für Neugartenbesitzer ist im ersten Jahr das Gießen. Ohne war die ganze Arbeit völlig umsonst!

Aber neben aller Anstrengung darf man eines nicht vergessen: der Garten ist eine Wohlfühloase und darf in seiner Freizeit auch gerne genossen werden! Also rein in die Hängematte und ab in die verdiente Entspannung.

Autor: lreisen

Freierufliche Journalistin, Redaktionsleiterin, Texterin, Autorin. Mein Erfahrungsschatz entwickelte sich im Rahmen meiner Tätigkeiten bei diversen Magazinen und Zeitschriften.

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