Plastik ist out

Hand aufs Herz – wer von euch beteiligt sich aktiv an der Aktion: „Plastik raus aus unserem Leben“?

Plastik ist meiner Meinung nach vergleichbar mit dem Rauchen einer Zigarette. Wir wissen ganz genau, dass dies eine gesundheitsschädliche Handlung ist, ob nun für uns selbst oder für unsere Umwelt, und dennoch können wir bzw. viele nicht ohne leben. Natürlich ist dies eine sehr überspitzte Darstellung des Plastikgebrauchs, denn das Rauchen ist kein notwendiger Akt, doch mal ganz ehrlich: benötigen wir wirklich so viel Plastik in unserem Haushalt?

Ich habe heute unseren Kühlschrank durchforstet und habe zum Bedauernd festgestellt, dass wirklich fast alles darin irgendwie in Plastik verpackt ist… Ob das nun Gemüse ist welches durch eine zarte Folie geschützt wird, oder das vorgekochte Essen welches sich in Tupperdosen befindet. Eigentlich furchtbar, oder nicht? Völlig schockiert habe ich mich dann an unser Vorratskästchen gewagt und ebenfalls: es ist wirklich fast alles irgendwie mit Plastik verpackt. Oftmals zwar nur ein kleiner Teil, wie zum Beispiel bei der Papiertüte vom Brot, doch auch hier ist das umweltschädliche Material zu finden. Warum? Ist das wirklich nötig? Geht das nicht auch anders?

Sicherlich, auch wenn man versucht so plastiksparend wie möglich zu leben, völlig streichen ist schier unmöglich. Überall ist es mittlerweile ein fixer Bestandteil unseres Daseins. Trotzdem – bewusster durch den Supermarkt gehen und achtsamer mit Plastikverpackungen umzugehen verletzt mich nicht, kostet mir nur ein paar Minuten meiner Zeit und hilft – auch wenn nur gering – die Umwelt auch noch für unsere nächste Generation zu erhalten.

Warum ich heute genau auf dieses Thema gekommen bin? Durch einen sehr interessanten Blog von Leonard Wehrli, Textchef von „improve“, den ich heute gelesen habe. Er schreibt in jenem über eine neue Erfindung aus Taiwan: Strohhalme aus Zuckerrohr. Vorteilhaft da biologisch sehr schnell abbaubar, sie werden im Getränk nicht rissig oder weichen auf und können dadurch ebenfalls öfter verwendet werden. Das Startup „100 Plastic free“ ist bereits stark am produzieren dieses Gebrauchsgegenstand und könnte den Markt, neben Bambus-, oder Papierstrohhalmen erweitern. Einziger Nachteil der eben genannten Erfindungen: leider noch immer der Preis. Wenn ein kleiner Strohhalm fünf mal so teuer ist wie sein Plastikpendent, ganz ehrlich… Wer greift hier zu der umweltschonenden Variante? Privathaushalte welche während des Jahres gerade eine Packung verbrauchen vielleicht, doch dort wo es wirklich wichtig wäre – in der Gastronomie, wo täglich hunderte, ja tausende Strohhalme verbraucht werden, kann ich mir bei den erhöhten Preisen im Moment noch kein Umsteigen vorstellen.

Der Umwelt zuliebe wären hier doch Förderungen grandios. Was meint ihr? Würdet ihr die teurere Variante kaufen, oder kauft ihr sie schon?

Autor: lreisen

Freierufliche Journalistin, Redaktionsleiterin, Texterin, Autorin. Mein Erfahrungsschatz entwickelte sich im Rahmen meiner Tätigkeiten bei diversen Magazinen und Zeitschriften.

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