Vorbereitung zum Laufen

Wenn die Tage im Frühjahr wieder länger werden und die schwarze Luft sich weiter in den Abend hebt, ist die Zeit der Outdoor-Sportler wieder im Anlaufen.

Zur Fußanalyse

Aus diesem Grund habe ich mich mit dem Thema des richtigen Laufschuhs auseinandergesetzt. Hierfür habe ich mich mit einem Spezialisten, Christoph Rericha aus Wiener Neustadt getroffen, welcher nicht nur selbst ein sehr starker Läufer ist, sondern auch in einem Laufschuh-Fachgeschäft arbeitet und immer wieder mit dieser Frage konfrontiert wird.

Zunächst einmal ein ganz wichtiger Fakt – Laufschuhe online kaufen. Gerade in der heutigen Zeit, in welcher sich das Kaufverhalten der zahlungskräftigen Personen sehr stark im Netz abspielt, muss dies vorweg abgeklärt werde. „Um das für sich angestrebte Laufergebnis zu erreichen ist die Passform des Laufschuhs natürlich außerordentlich entscheidend. Da viele Produkte die online gekauft werden nicht aus Österreich stammen kann es zu Problemen bei der Auswahl der Schuhgröße kommen. Eine 42 ist in Amerika zum Beispiel oftmals eine 43 und so weiter. Zusätzlich muss auf weitere Attribute der eigenen Fußbeschaffenheit aufgepasst werden die online nicht überprüft werden können. Ich würde einen Laufschuh nur im Fachgeschäft mit ausführlicher Beratung kaufen“, so Rericha. „Doch auch hier gibt es gravierende Unterschiede. Wichtig für die Wahl des richtigen Fachgeschäftes ist, ob der Verkäufer ein Läufer ist. Nur mit diesem Hintergrund kann er oder sie dich optimal beraten. Schulungen sind zwar sehr wichtig um Daten und Fakten zu ergründen, doch fehlt die eigene Lauferfahrung, fehlt das persönliche Verständnis für den Käufer. Hier würde ich im Geschäft einfach ganz offen und ehrlich nachfragen.“

Analyse des Fußes

Bevor ein Schuh ausgesucht werden kann, wird ein richtiges Fachgeschäft eine Fußanalyse vorschlagen. Hier werden mit Hilfe einer Druckplatte und danach auf einem Laufband die Form des Fußes und der jeweilige Laufstil näher betrachtet. Und man glaubt es kaum, es gibt hier gravierende Unterschiede:

Bei der Form des Fußes wird unterschieden zwischen einem Normalfuß, einem Senk-, oder Plattfuß oder einem Hohlfuß. Dies ist besonders wichtig um auch die Form des neuen Schuhs zu bestimmen. Jener soll nämlich besonders an der Ferse und dem Rist perfekt sitzen. Unterstützend gibt es hier noch Laufeinlagen welche auf die besonderen Formen angepasst sind und exakt in den Schuh eingeschnitten werden.

Ist dies aufgezeichnet, geht es weiter auf das Laufband. Hier wird besonderes Augenmerk darauf gelegt ob ein Fersen-, oder Ballenläufer vor dem Verkäufer steht und ob der Sportler beim Aufsetzen des Fußes auf die Außen-, oder Innenseite seines Fußes knickt. Sind diese Fakten dem Verkäufer bekannt, können speziell dafür ausgelegte Schuhe, die zum Beispiel an der Innenseite verstärkt sind um das Einknicken zu verhindern, angeboten werden.

Gelände versus Straße

Nicht jeder Schuh ist für jeden Läufer ein Segen. Wie bereits erwähnt ist die Fußanalyse besonders wichtig um den richtigen Laufschuh herauszufiltern. Doch sind die Daten nun bekannt, gibt es trotzdem noch ein ganzes Regal voll von Schuhen, die auf meine speziellen Bedürfnisse ausgelegt sind. Nicht ganz: besonders wichtig ist auch noch die Tatsache auf welchem Untergrund sich der Läufer bewegt. Geht es mehr in Richtung Straße und hartem Boden oder wird der Sport meist auf unebenem Grund wie einem Wäldchen oder gar Berg ausgeübt. „Anfänger klagen oftmals über Schmerzen in den Knien oder in der Hüfte und hören auf zu Laufen da sie glauben nicht den richtigen Sport für sich gefunden zu haben. Dabei müssten sie sich nur ihren Schuh ansehen“, so der Experte. Die Sohle wird beim Kauf sehr oft unterschätzt. Jene hat im Normalfall keine aufregende Farbe oder besondere Form, somit beim Käufer völlig uninteressant. Doch jene bestimmt den Wohlfühlfaktor beim Laufen und auch die Trittsicherheit. Ist der Sportler zum Beispiel mehr auf Asphalt unterwegs, ist eine gute Dämpfung das Um und Auf. Nur damit ist die Gewährleistung gegeben, dass die Energie bei jedem einzelnen Schritt in die Waden und nicht in die Knie geleitet wird. Ist der Untergrund uneben und weich sollte der Hauptaugenmerk auf einer harten Sohle, mit Stoppeln und einem guten Profil liegen um nicht ins Rutschen zu gelangen. Ist der Läufer im Dickicht unterwegs wird eine Rockplate, dies ist eine Schutzfolie im Inneren des Schuhs, angeboten, damit sich keine spitzen Gegenstände wie kleiner Äste in den Schuh bohren können.

Hobby versus Profi

Besonders wichtig für die Auswahl des Schuhs sind auch die Ziele des jeweiligen Sportlers. Läuft er oder sie ein bis zwei Mal im Monat nur zum Spaß oder wird mehrmals wöchentlich trainiert. . „Ein guter Verkäufer klärt all diese bis jetzt erwähnten Fakten mit dem Kunden ab und wählt danach drei oder vier Paar aus, welche auf den Käufer angepasst sind“, so Rericha. Preislich gibt es oftmals eine enorme Spanne zwischen den Schuhen. Von 50 Euro bis 300 – für jede Geldbörse ist etwas dabei, doch sollte man die Hände von den „billigen“ lassen. „Natürlich wird auch die Marke mitgezahlt, dies lässt sich heutzutage nicht mehr verhindern, doch leider bestimmt der Preis bei einem Laufschuh auch die in ihm vorhandene Technik. 300 Euro Schuhe sind natürlich überzogen und laufen nicht von selbst, aber zwischen 120 und 200 sollte eingeplant werden um einen guten Schuh zu bekommen. Hier ist auch die Wertigkeit des Sports beim Läufer wichtig, wie viel will er oder sie ausgeben?“

Pflege

Auch die Reinigung der Schuhe um eine gewisse Langlebigkeit zu gewährleisten, ist wichtig. „Natürlich geben viele Läufer ihre Schuhe in die Waschmaschine, doch altbewährte Handarbeit lässt den Schuh ebenfalls von neuem Glanz erstrahlen und erhält das Material. Einfach mit einer Bürste den groben Dreck runter, danach mit lauwarmen Wasser und einem weichen Schwamm darüberwischen – fertig,“ gibt Rericha zu bedenken. Gibt es kurze Waschgänge bei der Maschine können jene ohne Waschmittel ebenfalls von Zeit zu Zeit verwendet werden.

Schneller und weiter laufen mit Coaching? Dann bist du hier richtig. Hol dir noch heute deinen Trainingsplan!

Persönliche Empfehlung

Sich Tipps von Mitläufern zu holen ist eine altbekannte Variante, doch nicht zu empfehlen. Jeder Fuß hat eine andere Beschaffenheit und benötigt differente Unterstützung. Die Analyse und Beratung in einem Shop dauert ungefähr eine halbe Stunde – Zeit, die für ein Wohlgefühl beim Laufen nach unserer Recherche unbedingt genommen werden sollte! Nur so wird ein optimales Schuhwerk ausgesucht und die Freude daran garantiert.

*Affiliate-Link: bei jeder Bestellung von Euch, erhalte ich eine kleine Provision und kann somit noch mehr tolle Freizeitideen, Lokale oder Ausflugstipps für Euch testen. Danke Euch!

Autor: lreisen

Freierufliche Journalistin, Redaktionsleiterin, Texterin, Autorin. Mein Erfahrungsschatz entwickelte sich im Rahmen meiner Tätigkeiten bei diversen Magazinen und Zeitschriften.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s