Kräuterhexen

Früher für ihr Können und Wissen über Kräuter auf den Scheiterhaufen verfrachtet, würde sich heute so mancher Heimgärtner über diese Tipps und Tricks freuen. Im Selbsttest, unter völligem Fehlen eines grünen Daumens, nur mit Hilfe der Beratung aus den Fachgeschäften, habe ich einen Kräutergarten in der Küche angelegt. Und siehe da – er strahlt und gedeiht! Auch geerntet wurde schon. Hier ein kurzer Ausschnitt aus unserem nun umfangreichen Wissen 🙂

Warum selbst anbauen

Ein eigener Kräutergarten birgt nicht nur den Vorteil seine Speisen mit natürlichen Produkten verfeinern zu können, sondern sorgt einerseits das frische Grün und andererseits die verschiedenen Düfte für gute Laune und eine erholsame Atmosphäre. Zusätzlich ist es eine sehr gute Alternative zum Angebot im Supermarkt und spart Geld.

Auswahl der Kräuter

Kräuter sind aus unserem täglichen Speiseplan mittlerweile kaum noch wegzudenken. Jedes Gericht wird durch die Beigabe verfeinert oder erhält den gewissen Vitaminkick. Doch nicht jeder ist in der wunderbaren Situation einen Garten sein Eigen nennen zu können, somit ist oftmals das Platzangebot sehr begrenzt und es können nur einige wenige ausgewählt werden. Jetzt die Frage aller Fragen – wie suche ich in dem schier endlosen Kräuterangebot die Richtigen aus? Antwort: Ganz einfach, auf den eigenen Magen hören! Welche Gerichte stehen am Speiseplan? Und genau danach richtet sich der Einkauf im Kräuterhandel.

Einzelne Stöcke kaufen erhöhen die Überlebensdauer

Doch um die Auswahl etwas einzuschränken, hier einige Vorschläge:

.) Schnittlauch: ein sehr dankbares und pflegeleichtes Kraut, welches vor allem für sogenannte „Nichtgartler“ das perfekte Einstiegskraut ist. Ein Büschel reicht im Normalfall für einen Zwei-Personen Haushalt, denn sein Wachstum kann kaum gebändigt werden. Immer etwas zurückschneiden und bei Möglichkeit auch trocknen oder einfrieren für den Winter.

.) Basilikum: aus der heutigen Küche fast nicht mehr wegzudenken. Der Geruch und der Geschmack bilden die perfekte Harmonie auf Salaten oder auch Fleischgerichten. Beim Anbau soll nur eines beachtet werden – die Aussaat mit anderen Kräutern ist überhaupt kein Problem, doch braucht Basilikum genügend Platz um seine Wurzeln zu verzweigen. Somit einfach ein wenig Abstand zur nächsten Pflanze lassen.

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.) Minze: theoretisch könnte der gesamte Garten oder Balkon mit Minzsorten zugepflastert werden, so viele verschiedene gibt es. Ob mit Orangen-, Schokolade- oder Zimtgeschmack für jeden Gaumen ist etwas dabei. Doch aufpassen bei der Anpflanzung. Mit anderen Kräutern verträgt sich Minze zwar gut, jedoch sollte die Wucherung im Auge behalten werden. Andere Stöcke könnten davon erstickt werden.

.) Petersilie: gibt es mit krausen oder glatten Blättern und ist im Halbschatten sehr gut aufgehoben. Die Erde sollte möglichst feucht gehalten werden so steht der permanenten Ernte nichts im Wege. Klein gehackt ist sie das absolute Highlight auf so manchen Speisen – doch nicht zu lange erhitzen, sonst verliert sie ihr Aroma.

.) Lavendel: oftmals dem Ruf einer reinen Zierpflanze ausgesetzt, birgt der Lavendel eine wunderbare Vielfalt für den Haushalt und die Küche. Die Blüten wirken sich lebend oder auch abgeschnitten, negativ auf Schädlinge aus (auch im Kasten gegen Motten einsetzbar), für Marmeladen sind sie durch ihren wohlriechenden Duft eine besondere Beigabe und auf Salaten oder in Fleischmarinaden eine wahre Geschmacksexplosion. Zusätzlich ist der Lavendel besonders pflegeleicht – somit für Anfänger sehr gut geeignet.

Wie wird nun gepflanzt

Am besten werden ganze Stöcke gekauft und eingesetzt, da hier vor allem für Neugärtner bereits zu Beginn ein kleines Erfolgserlebnis aufkeimt. Setzt man in Balkonkisten, sollte sehr gute Erde verwendet werden. Es lohnt sich nicht zur Billigsten zu greifen, da vor allem bei Kräutern die Nährstoffe im kostbaren Schwarz sehr zum späteren Ertrag beitragen. Beim Umsetzen aus den Plastiktöpfen ist besonders darauf zu achten die Wurzeln nicht zu zerstören und ihnen im neuen Erdreich genügend Platz einzuräumen. Mit Hilfe von vereinzelt platzierten Steinen kann das Wasser besser zirkulieren und erreicht somit auch alle noch so kleinen Wurzelstränge. Ganz wichtig: Kräuter benötigen immer genügend Sonnenlicht und Wasser – immer darauf achten, dass die Erde nicht völlig austrocknet. Geerntet kann nach Belieben werden, vor allem im Sommer auf guten Standorten wuchern die Gewächse und werden es danken manchmal gänzlich zurückgeschnitten zu werden.

Mit diesem Wissen ausgestattet, steht eurem eigenen kleinen Kräutergarten nichts mehr im Wege! 🙂

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Autor: lreisen

Freierufliche Journalistin, Redaktionsleiterin, Texterin, Autorin. Mein Erfahrungsschatz entwickelte sich im Rahmen meiner Tätigkeiten bei diversen Magazinen und Zeitschriften.

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