Der Weg zum Himmel…

…führt an der Teekanne vorbei“, so ein bekanntes Zitat aus England, welches gerade in winterlichen Zeiten einer Vielzahl an Menschen direkt aus dem Herzen spricht. Doch woher stammt der Tee und wie sollte er getrunken werden?

Herkunft

Tee wurde laut mehreren Überlieferungen bereits vor tausend Jahren im asiatischen Bereich getrunken und hat sich bis heute zum am zweithäufigsten konsumierten Getränk weltweit entwickelt.

Lange bevor er von den Europäern „domestiziert“ wurde, fanden sich im alten China und in den umliegenden Ländern angelegte Teeplantagen, welche dem Assam- (Schwarztee) und dem Chinatee (grün) als Heimat dienten. Nur diese stammen direkt von den Teesträuchern ab. Beide Geschmacksrichtungen bilden noch heute den Ursprung vieler Teesorten.

Fermentation

Herstellung

Damit der Tee in unsere Küche wandern kann, sind bei Grüntee drei, bei Schwarztee vier Prozesse nötig. Nach dem Ernten der Blätter oder auch Blüten müssen jene ordentlich durchgetrocknet werden damit sie nachher „gerollt“ und „gesiebt“ werden können. Beim anschließenden Aufrollen wird die innere Struktur aufgebrochen und so kann sich das Aroma entfalten. Danach werden die Blätter fermentiert – der Zellsaft reagiert mit dem Sauerstoff und es kommt zur sogenannten Gärung. Dafür wird der noch unfertige Tee oft stundenlang mit heißer Luft angeblasen bis jener kupferrot ist. Ist der Grüntee nun bereit für den Genuss, wird der Schwarztee nochmals erhitzt um den Wassergehalt auf nur fünf Prozent zu senken. Dadurch nehmen die Blätter die schwarze Farbe an und sind anschließend bereit zum Eintüten.

Zubereitung

Hierfür gibt es viele verschiedene Formen, welche sich über die Jahrhunderte hinweg länderspezifisch entwickelt haben. In unseren Gefilden lehnt sich die Zubereitung sehr an das Britische. Der zerkleinerte Tee wird mittels Beutel in die Kanne gegeben und mit heißem Wasser ein einziges Mal aufgegossen. Zum Verfeinern wird Zitronensaft, Milch, Zucker oder Honig herangezogen. Im asiatischen Raum werden die ganzen Blätter direkt in der Kanne mehrmals aufgegossen. Oftmals auch unter der Prämisse, dass der erste Guss entsorgt wird um den anfänglichen Bitterstoffen zu entgehen.

Besonders geachtet werden muss auch auf die Temperatur des Wassers mit welchem der Tee zubereitet wird. So gießt man Schwarztee zum Beispiel kochend auf, während Grüntee am besten mit ungefähr 60 Grad heißem Wasser gereicht wird. Auch wird der Schwarze länger in der Kanne gelassen als der Grüne. Auf Süßungsmittel wird in diesen Ländern jedoch verzichtet.

Ganz anders in Indien. Hier kocht man den Tee sehr gerne mit Milch auf und gibt Gewürze wie Zimt, Kardamom, Ingwer, Pfeffer oder Nelken hinzu. So entsteht der typische Chai.

In Tibet gilt der Tee sogar als Mahlzeit! Mit reichlich Butter und Salz versorgt er somit den Körper mit genügend Fetten um den kalten Temperaturen gewappnet zu sein.

Man sieht, der Genuss von Tee ist überall sehr verschieden, jedoch länderspezifisch einzigartig. Nur in Österreich existiert keine durchgehend typische Teekultur. Bei uns wird er getrunken wie er eben schmeckt. Ob Schwarz, Grün mit Milch, Früchte, Kräuter alles ist erlaubt. Der Genuss steht im Vordergrund und genau darum finden sich auch immer mehr „ausländische“ Teevariationen, wie der Chai oder Matcha in unseren Supermarktregalen.

Gesundheitliche Vorteile

Doch Tee ist in seiner Verwendung so Vielschichtig wie in seinen Geschmacksrichtungen. Besonders wenn die gesundheitlichen Aspekte näher unter die Lupe genommen werden. So stimulieren zum Beispiel die Gerüche der verschiedenen Kräuter unsere Gehirnzellen und bewirken das Gefühl von Entspannung und Entschleunigung. Doch hat der Tee nicht nur positive Auswirkungen auf unser Gemüt, auch Krankheiten können damit behandelt werden. Hier ein kleiner Überblick:

Kamille: wirkt durch den Stoff der „Azulen“ entzündungshemmend und kann innerlich, wie auch äußerlich Anwendung finden. Zusätzlich hat er eine beruhigende Wirkung und wird daher bei Schlafstörungen eingenommen.

Minze: die ätherischen Öle wirken entspannend und krampflösend und das frische Aroma hilft gegen Übelkeit.

Lindenblüte: dank der enthaltenen Glykoside wirkt jener entzündungshemmend und krampflösend. Vor allem bei Husten kann dieser Tee Linderung bringen.

Hagebutte: ist voller Vitamic C und kann somit drohende Erkältungen abwehren.

Holunder: ähnlich wie schwarzer und grüner Tee wirkt jener antioxidativ.

Verschiedenste Wurzeln: Fenchel und Ingwer sind krampflösend und verdauungsfördernd. Zusätzlich wärmt der Ingwer von innen, stärkt und tonisiert.

Bei einer Tasse Tee entspannen und den Stress aus seinem Leben verbannen? Thomas Pfennig zeigt wie!*

Wunderwaffe Grüntee: jener enthält wie auch der Schwarze Tee eine Vielzahl an gesunden Vitalstoffen. Vitamine, wie Vitamin C oder Vitamin B (fördert die Konzentration und baut Stress ab), die Mineralien Fluor (schützt vor Karies und stärkt die Stabilität der Knochen), Zink (besonders wichtig für Schwangere) und den Bioaktivstoff Epigallocatechingallat, kurz EGCG welcher hemmend auf Krebszellen und Blutgerinnung wirkt, Herz-, Kreislauferkrankungen vorbeugt und die Oxidationsprozesse in den Zellen verlangsamt. Wissenschafter sind überzeugt, dass der tägliche Genuss von Tee mit ein Grund ist, weshalb die Menschen in Asien besonders alt werden.“

Detox-Tee: besonderer Beliebtheit erfreuen sich in den vergangenen Jahren immer mehr sogenannte Entschlackungstess – auch Detox-Tees genannt. Oftmals aus Zimt, Kardamom und Ingwer zubereitet stärken sie den Magen und regen die Verdauung an. Somit sind jene auch ideal um unerwünschten Kilos den Kampf anzusagen. (Mehr dazu auf „mindcontrol17„) Hierzu wird oft auch der Mate-Tee herangezogen, da jener auf Grund seines hohen Koffeingehalts zusätzlich appetithemmend wirkt. Doch Acht geben bei der Zubereitung: nicht zu lange ziehen lassen, da jene sonst sehr bitter werden.

Zum Abschluss muss jedoch auch noch gesagt werden, dass jene positiven Auswirkungen nur unterstützend zur Allgemeinmedizin Verwendung finden und dafür auch mehrmals täglich konsumiert werden sollten.

Mit all diesen Informationen versorgt steht nun dem optimalen Teegenuss nichts mehr im Wege. Somit gesund bleiben, Tee trinken und die kalten Wintermonate stressfrei und ausgeglichen verbringen!

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Autor: lreisen

Freierufliche Journalistin, Redaktionsleiterin, Texterin, Autorin. Mein Erfahrungsschatz entwickelte sich im Rahmen meiner Tätigkeiten bei diversen Magazinen und Zeitschriften.

4 Kommentare zu „Der Weg zum Himmel…

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